Die Klosteranlage liegt fast genau vor der Tür, einige Kinder der Klasse wohnen in unmittelbarer Nähe oder haben sogar die ein oder andere direktere Verbindung zum Kloster Dalheim. Da wollte die Klasse 3 doch auch einmal wissen, wie die Mönche im Kloster früher gelebt haben.

Der Mobilitätsfond des LWLs machte es möglich und übernahm die Kosten für die Anfahrt nach Dalheim und die Führung - und so standen am 7. Juni die Kinder der Klasse 3 gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Frau Brodehl und Herrn Kremer als zusätzliche Begleitung vor der Pforte des Klosters. Wir klingelten, die Außenpforte wurde uns geöffnet und wir traten ein. 

  

Auf dem Weg durch die Anlagen hinüber zum Klostergebäude staunten wir nicht schlecht - hatten wir uns verfahren? Hatte F. dem Busfahrer den Weg falsch beschrieben? Waren wir gar nicht in Dalheim herausgekommen, sondern in Bielefeld? Und: gibt es Bielefeld wirklich?

    

Die Erklärung für das Ortsschild lag in der aktuellen Ausstellung im Kloster Bielefeld Dalheim, in der es um Verschwörungstheorien geht.

Innerhalb des Hauptgebäudes wurden wir am Durchgang freundlich empfangen und in die "Klosterschule" geführt. Während wir uns dort unserer weltlichen Reichtümer entledigten und eingekleidet wurden, erzählte uns Frau W. von den Gelübden der Mönche und forderte uns auf, so wie damals die Mönche, beim Rundgang durch das Kloster möglichst zu schweigen.

  

Die Führung führte uns am großen Backofen und an der Pforte des Klosters vorbei. Dort standen an der Wand Sätze, die junge Männer sagten, wenn sie hier an der Pforte klopften.

  

Wir besuchten den Kreuzgang, und die Kapelle des Klosters. Wobei die Kapelle schon eher die Ausmaße einer geräumigen Kirche hatte. Anschließend ging es durch die verschiedenen Räume in denen wir etwas zu den Aufgaben der einzelnen Brüder im Kloster hörten, von den Essensgewohnheiten innerhalb und außerhalb der Fastenzeit. Wir sahen die Treppe, über die die Brüder schnell vom Schlafsaal (der derzeit für die Führungen nicht geöffnet ist) zur Kapelle kommen konnten und lernten, wie die Mönche damals mit dem Abschreiben von Büchern Geld für das Kloster verdient haben.

Nachdem wir im Speisesaal des Klosters gelernt hatten, wie es beim Essen im Kloster zuging, und die Rollen beim Essen eingeteilt waren, ging es schweigend zurück zur Klosterschule.

Dort setzten wir uns auf unsere Plätze, Abt J. läutete mit der Glocke und sprach das Tischgebet. Nun konnten die 4 dafür ausgewählten Kinder Wasser und Fladenbrot an die wartenden Mönche und Nonnen (also die Kinder der Klasse 3) verteilen, während Bruder M. aus den Schriften des Ordensgründers vorlas.

  

Nach dem Essen verabschiedeten wir uns wieder, legten die Mönchsgewänder ab und machten uns, mit Wissen über das Klosterleben vollgestopft und um einige sehr praktische Erlebnisse reicher durch die Klosteranlagen auf den Rückweg zum Bus. Es war eine sehr anschauliche und praktische Führung, die man nur empfehlen kann. Danke dafür!

  


Weitere Bilder vom Ausflug finden sich in der Bildergalerie 2018/2019.

 

 

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